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Gemeinde der Christen ECCLESIA

 

aus: Helmut Burkhardt, Erich Geldbach, Kurt Heimbucher: "Evangelisches Gemeindelexikon"
R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, Sonderausgabe 1986, ISBN 3-417-240824, Seite 197


Gemeinde der Christen "Ecclesia"

Die Gemeinde der Christen "Ecclesia" wuchs aus der evangelistischen Tätigkeit des aus Schwaben stammenden, in Solingen ansässigen Rasierklingenfabrikanten Hermann Zaiss (3.9.1889 - 14.11.1958) hervor.

Zaiss, der ursprünglich keine eigenen Gemeinden gründen wollte, sprach durch seine einfache Verkündigung und oft derb- zupackende Art viele an. Im Mittelpunkt stand das "ganze, totale Evangelium" unter Betonung der Charismen, besonders der Glaubensheilung; denn Christus hat den ganzen Menschen nach Geist, Seele und Leib erlöst. Nach dem plötzlichen Tod von Zaiss wurde das Werk als e.V. von einem Brüderrat weitergeführt. Die evangelistisch ausgerichtete Anfangsentwicklung mündete jetzt in eine Phase des Gemeindeaufbaus. Die Taufe wird an Gläubigen vollzogen, am Abendmahl kann teilnehen, wer die biblische Grundlage der Ecclesia bejaht. - Die örtlich selbständigen Gemeinden werden von Ältesten geleitet. Die Gemeinden sind in Bezirke mit Bezirksältesten als Vorsteher zusammengeschlossen. Diese bilden den Gesamtvorstand, der aus seiner Mitte den "arbeitenden Vorstand" als Exekutive wählt. - Die ca. 150 Gemeinden in Deutschland sind um nüchterne biblische Ausrichtung bemüht und suchen gegenwärtig verstärkte Kontakte zu anderen Gläubigen.

Lit.: Fröhliche Nachrichten (Zeitschr.)

Geldbach


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